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HTL-Schüler besuchen Gedenkstätten für Opfer des NS-Regimes

Zwei Religionsexkursionen führten in der ersten Junihälfte insgesamt 9 Schülerinnen und 55 Schüler der Abteilungen für Bau- und Gebäudetechnik der HTL Pinkafeld nach Oberösterreich. Ziele dieser jeweils zweitägigen Schulveranstaltungen waren zum einen die Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus in Hartheim, Gusen und Mauthausen. Dabei stand der „Wert des Lebens“, wie auch die gleichnamige Ausstellung in der ehemaligen Euthanasie-Anstalt Hartheim heißt, im Mittelpunkt dieses anschaulichen Lernens. Zum anderen besuchte eine Gruppe die Sternwarte des Stiftes Kremsmünster, die zweite besichtigte das Stift Schlierbach mit seiner Käserei und Glaswerkstätte. „Das ist gleichsam ein kulturelles und historisches Kontrastprogramm, um den Schülern zu zeigen, zu welchen Höhen aber auch Tiefen menschliches Handeln in der Geschichte geführt hat“, sagt der begleitende Religionslehrer.

Nacharbeit im Unterricht

Nach den beiden Schulveranstaltungen haben die Schülerinnen und Schüler das Gesehene und Erlebte im Unterricht besprochen und aufgearbeitet. „Hier, meine ich, besteht Handlungsbedarf in Sachen Mahnen und Erinnern, denn solch eine Ideologie darf in der Geschichte der Menschheit keine Legitimierung erfahren. Der Gesamtheit aller Jugendlichen muss bewusstgemacht werden, wie schlimm diese Zeit war und dass die Würde und das Leben des Menschen unantastbar sind“, fasst ein Schüler seine Eindrücke beispielsweise vom „Memorial“ in Gusen schriftlich zusammen.