Das seit 1996 in Vollbetrieb befindliche Universitätsklinikum AKH Wien mit seinem 212 mal 148 Meter großen Flachkörper mit elf Ebenen und zwei 14-geschoßigen Bettenhäusern ist nicht nur das größte Krankenhaus Österreichs, sondern auch ein international renommiertes. Rund 1300 Personen arbeiten im Hintergrund, um den technischen Betrieb zu gewährleisten. Einer von ihnen ist Jörg Simonitsch, der stellvertretende Leiter der Technischen Direktion. Der Diplom-Ingenieur ist studierter Elektrotechniker und für das technische Betriebsmanagement des Spitals verantwortlich. Er nahm sich Zeit und gewährte den Pinkafelder Schülern Einblicke in die vielfältigen Technikbereiche des Hauses vom Keller bis zum Dach: Gebäudetechnische Anlagen zur elektrischen Energie-, Wärme- und Kälteversorgung, Wasser-, Sterildampf- und Niederdruckdampfversorgung, Brandschutz- und Fördertechnik wie Personen- und Lastenaufzüge, eine automatische Container-Transportanlage, ein Rohrpostsystem und eine Trockenmüllsauganlage, sowie die zentrale Leittechnik.
Zweites Exkursionsziel war die Österreichische Nationalbibliothek, „die größte Bibliothek und zentrale Gedächtnisinstitution des Landes“. Von den Habsburgern als Universalbibliothek begründet ist sie heute die zentrale wissenschaftliche Bibliothek der Republik mit mehr als zwölf Millionen Objekten, davon mehr als 3,9 Millionen Büchern. Zunächst hatten die angehenden Maturanten eine Führung im barocken Prunksaal am Josefsplatz mit der Statue Kaiser Karls VI. (1711 bis 1740) im Zentrum, danach besichtigten sie die Lesesäle und den Tiefenspeicher am Heldenplatz. Dabei bekamen sie nicht nur Einsicht in die Geschichte und Aufgaben des Hauses mit seinen Museen und Sammlungen, sondern auch in die Benützung der Bibliothek vor Ort sowie digital und die Brandschutztechnik.



