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Lernen und Gedenken: Spurensuche in Oberösterreich

Fast genau 78 Jahre nach der Befreiung des NS-Konzentrationslagers Mauthausen unternahmen 17 Schülerinnen und 25 Schüler des vierten Jahrgangs der Bautechnik-Abteilung und des dritten Jahrgangs der Abteilung für Gebäudetechnik der HTL Pinkafeld mit ihren Religionslehrern und einer Klassenvorständin vom 10. bis 11. Mai 2023 eine Exkursion zu geschichtsträchtigen Orten der jüngeren österreichischen Vergangenheit.

Lernen aus der Vergangenheit

Die Verbrechen des NS-Regimes im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen, seinem größten Nebenlager Gusen, aber auch in der früheren Euthanasie-Anstalt Schloss Hartheim sind heute genau dokumentiert. In Führungen an den historischen Stätten, beim Besuch der neu überarbeiteten Ausstellung „Wert des Lebens“ und der Begleitung durch das Vermittlungsprogramm „Der optimierte Mensch“ erhielten die 42 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben zeitgeschichtlichem Wissen auch Anregungen, Bezüge zur Gegenwart herzustellen. „Ziel war und ist es, aus der Vergangenheit zu lernen, um eine friedliche und an den Menschenrechten orientierte Zukunft zu gestalten“, stimmen die Begleitlehrer überein.

Kontrapunkt klösterliche Lebenskultur

Zum Abschluss der zweitägigen Schulveranstaltung besuchte die Gruppe der HTL Pinkafeld das Zisterzienserstift Schlierbach im Kremstal. Das barocke Kloster mit seiner prächtigen Bibliothek und prunkvollen Kirche beherbergt ein Gymnasium, eine Glaswerkstätte und eine Käserei. Im Rahmen einer Führung bekamen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in den klösterlichen Alltag und verkosteten unterschiedliche Käsesorten aus Biomilch. „Das ist ein bewusster Kontrapunkt bei dieser Exkursion. Die Jugendlichen sollen auch sehen, welch schöne kulturelle Werke Menschen geschaffen haben“, betont ein Begleitlehrer.

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