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Naturumlauf-Kachelofen funktioniert auch bei Blackout

Blackout-Szenarien sind derzeit in aller Munde. Moderne Heizsystemen sind von Elektrizität abhängig, sodass Sorgen um ein warmes Heim eine zentrale Rolle spielen, wenn es um einen großflächigen und länger andauernden Stromausfall geht.Daher entwickelten die zwei HTL-Lehrer Johann Fasching und Martin Schiller in Zusammenarbeit mit der Landesfachschule für Keramik und Ofenbau ein Heizsystem, das unabhängig von Strom funktioniert.

Prinzipiell können Kachelöfen auch unabhängig von Strom betrieben werden. Sie stellen jedoch eine zentrale Wärmequelle dar, sodass Räume im Obergeschoss normalerweise nicht ohne ein Wärmeverteilsystem mit Pumpen mit Wärme versorgt werden können.

In Zusammenarbeit mit Schüler*innen entstand ein stromunabhängiges System zur Wärmeverteilung im gesamten Gebäude. Dazu wurde eine Anlage dimensioniert und designt, bei der Wasser, das durch den Kachelofen auf eine Temperatur von ca. 70°C erhitzt wird, über einen Naturumlauf die Heizkörper im oberen Gebäudebereich versorgt.
Die Schüler*innen profitierten in vielerlei Hinsicht von diesem Projekt, da sie Themenstellungen des Unterrichts am praktischen Beispiel erlernen und vertiefen konnten und engagierten sich mit Begeisterung an den Arbeiten.
Der Kachelofen wurde durch Experten des Ceramico-Kompetenzzentrums in Stoob aufgebaut und durch das in der HTL Pinkafeld entwickelte Wärmeverteilsystem ergänzt.

Anfang Mai fand die Inbetriebnahme in Stoob statt, bei der das perfekte Zusammenspiel der Gesamtanlage ein Funktionieren auch bei einem Blackout sicherstellt.