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Das fliegende Klassenzimmer

Drohnen im Unterricht

In der Gebäudetechnik wird in der Ausbildung auch auf aktuelle Entwicklungen Rücksicht genommen und diese werden zeitnah in den Unterricht eingebunden. So fanden in den letzten Jahren einige Neuerungen ihren Weg ins Klassenzimmer, wie z.B. Kleinwindanlagen, innovative Erneuerbare Energien (FutureLab), Bussysteme (Loxone und KNX) und ganz aktuell das Thema Thermografie-Drohnen.

Der Weg dorthin beginnt bei der Wärmebildkamera – sie wird seit vielen Jahren zur Sichtbarmachung von Wärmeverlusten und Wärmebrücken sowie zur Ortung von Leckagen und Undichtheiten in Gebäuden genutzt. In Verbindung mit der immer besser werdenden Drohnentechnologie ermöglichen Thermografie-Drohnen eine Erweiterung des Einsatzfeldes für die Thermografie und vergrößern auch die Einsatzgebiete.

Eine ganz besondere Neuerung erwartet deshalb die SchülerInnen des 4. Jahrgang – erstmals kommen im Laborunterricht Drohnen zum Einsatz. Dazu werden eine Thermografie-Drohne und drei konventionelle Foto Drohnen verwendet. Aufbauend auf die Thermografie-Laborübung mit einer konventionellen Wärmebildkamera sollen die SchülerInnen zunächst die theoretischen und rechtlichen Grundlagen für den Umgang mit UAS (Unmanned Aircraft System) kennenlernen. Nach einer kurzen Einführung über die praktische Handhabung und die Steuerung geht es dann ans praktische Fliegen. Die drei kleinen, konventionellen Drohnen dürfen ohne einen Drohnenführerschein bis zu einer Flughöhe von 30 m geflogen werden. Damit sind bereits einfache Gebäudezustandsanalysen möglich. Gemeinsam mit dem unterrichtenden Lehrer – DI Stefan Singraber – kommt dann auch die Thermografie-Drohne zum Einsatz, hier gilt es Wärmebrücken und Schwachstellen am HTL Gebäude zu finden oder auch z.B. die Solaranlagen auf dem Dach des FutureLab zu überprüfen.

Für die SchülerInnen der Zusatzausbildung „Brand- und Zivilschutz“ ermöglichen Thermografie-Drohnen weitere Einsatzgebiete - hier zählen z.B. das Auffinden von (verletzten) Personen oder die Brandnachsorge zur Auffindung von Glutnestern dazu. Hier gibt es auch die Möglichkeit den „Drohnenführerschein“ im Zuge der Zusatzausbildung zu machen.

 

DI Stefan Singraber, Jänner 2021