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Zeittafel

13.7.1958Konstituierende Sitzung des Proponentenkomitees in Pinkafeld
1967/68Erstes Schuljahr mit den Abteilungen Maschinenbau, Elektrotechnik und Fachschule für Elektrotechnik
1972Erste Matura in Pinkafeld
1975/76Höhere Abteilung für Bautechnik
31.12.1983HR Dipl.-Ing. Mag. Dr. Oskar Dlabik tritt als erster Direktor in den Ruhestand, Nachfolger wird Dipl.-Ing. Norbert Ringhofer
1991Schulzubau
1991/92Höhere Abteilung für Elektronische Datenverarbeitung und Organisation
1999/2000Höhere Abteilung für Elektronik anstatt Elektrotechnik
2000/01Kolleg für Wirtschaftsingenieurwesen
31.8.2002HR Dipl.-Ing. Norbert Ringhofer tritt in den Ruhestand, Nachfolgerin wird Mag. Ilse Fiala-Thier
2002/03Neubau und Inbetriebnahme des Bauhofs
2004/05Kolleg für Facility Management
2006Gründung einer Versuchsanstalt und Änderung auf HTBLVA Pinkafeld
2006/07Fachschule für Installation und Ökoenergie
2009/10Informatik-Abendschule für Berufstätige
2010/11Neubenennung der Abteilungen Gebäudetechnik u. Informatik
2012/13Gebäudetechnik-Abendschule für Berufstätige
31.12.2015HR Mag. Ilse Fiala-Thier tritt in den Ruhestand, DI Dr Wilfried Lercher MA übernimmt interimistisch die Schulleitung

Geschichte

Das Burgenland als jüngstes Bundesland der Republik Österreich hatte mit dem Verlust Ödenburgs im Jahre 1921 den Hauptstandort der höheren Bildung verloren. Bis in die 50er Jahre gab es für die Jugend im östlichsten Teil Österreichs nur die Gymnasien in Eisenstadt, Mattersburg und Oberschützen, aber keinerlei berufsbildende Schulen.

Auf Anregung der Gewerbekammer konstituierte sich am 13. Juli 1958 ein Proponentenkomitee, das Vorarbeiten zur Errichtung einer Höheren technischen Lehranstalt mit Standort Pinkafeld vorantreiben sollte. Mit dem Erlass vom 15. Jänner 1964, Z. 121.856-II/Bau/63, genehmigte der Bund die Errichtung einer Höheren technischen Bundeslehranstalt in Pinkafeld, wobei vereinbart wurde, zuerst eine Maschinenbauabteilung ins Leben zu rufen, der später eine Abteilung für Elektrotechnik angeschlossen werden sollte. Als endgültiger Standort der Schule wurde ein Grundstück mit 9 ha im Stadtgebiet von Pinkafeld, das zum Sondervermögen des Bundes gehörte, zu Verfügung gestellt.

Der Schulbetrieb an der HTL Pinkafeld begann am 3. September 1967 mit 147 Schülerinnen und Schülern. Im ersten Schuljahr unterrichteten 29 Lehrende, Direktor der neuen Schule war Dipl.-Ing. Mag. Dr. Oskar Dlabik, der in der Folge die Schule mit beispiellosem Einsatz aufbaute. Ab dem Schuljahr 1975/76 konnte eine Höhere Abteilung für Bautechnik ihren Betrieb aufnehmen, eine Baufachschule folgte. Dir. Dipl.-Ing. Mag. Dr. Dlabik war maßgeblich an der Erarbeitung der Lehrpläne beteiligt. Weiters wirkte er an der Gründung des Internats und  der Vorbereitungsarbeiten der Fertigstellung des Gebäudes mit. Im Schuljahr 1981/82 erreichte die HTL Pinkafeld einen vorläufigen Schülerhöchststand von 1.067 Schülerinnen und Schülern. Hofrat Dipl.-Ing. Mag. Dr. Oskar Dlabik trat mit 31. Dezember 1983 in den Ruhestand, Dipl.-Ing. Norbert Ringhofer wurde sein Nachfolger.

Im Bestreben, das Ausbildungsangebot den Bedürfnissen der Wirtschaft anzupassen, bemühte sich die Schulleitung um die Einrichtung einer Höheren Lehranstalt für Elektronische Datenverarbeitung und Organisation, die im Schuljahr 1991/92 gegründet wurde. 1997/98 wurde eine Höhere Lehranstalt für Bautechnik – Hochbau errichtet und mit Beginn des Schuljahres 1999/2000 wurde die bisherige Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik durch eine Höhere Lehranstalt für Elektronik ersetzt. Der enorm steigende Bedarf an Informatikern in ganz Österreich führte zu einem großen Anwachsen der Schülerzahlen, sodass die HTL Pinkafeld im Schuljahr 2000/01 den vorläufigen Schülerhöchststand von 1.306 Schülerinnen und Schülern aufwies. In diesem Schuljahr kam es aufgrund der starken Nachfrage an EDV-Spezialisten zur Installierung eines 4-semestrigen Informationstechnologiekollegs für Maturanten. Durch die intensiven Bautätigkeiten wurde das Raumangebot beinahe verdoppelt. Lehrsäle, Lehrerzimmer, Laboratorien, ein neuer Bauhof sowie die Sportanlagen wurden auf aktuellen Stand gebracht. Hofrat Dipl.-Ing. Norbert Ringhofer trat mit 31. August 2002 in den Ruhestand.

Seine Nachfolge trat mit 1. Jänner 2003 Mag. Ilse Fiala-Thier an. Seit dem Schuljahr 2003/04 ersetzte die HTL Pinkafeld das bestehende Informationstechnologiekolleg mit dem Kolleg für Facility Management. Die Höhere Abteilung für Maschineningenieurwesen bildete seit dem Schuljahr 2006/07 in der vierjährigen Fachschule für Installation und Ökoenergie Fachschüler aus, denen gemeinsam mit den Absolventen der Baufachschule in einem Kolleg für Facility Management die Möglichkeit einer HTL-Reifeprüfung geboten wurde. Weiters erfolgte im Jahre 2006 die Anbindung einer Versuchsanstalt für technische Gebäudeausrüstung, Automation, Sicherheits- und Umwelttechnik an die HTL Pinkafeld,  demgemäß erfolgte eine Umbenennung in Höhere technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HTBLVA) Pinkafeld. Mit dem Schuljahr 2009/10 startete eine Höhere Lehranstalt für Informatik für Berufstätige inkl. Informatikkolleg, die als Abendschule geführt werden. Im Schuljahr 20010/11 erfolgte eine Umstellung aller 4 Abteilungen auf neue, kompetenzorientierte Lehrpläne. Daraus resultierend wurde die Maschineningenieurwesen-Abteilung in die Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik und die EDVO-Abteilung in die Höhere Lehranstalt für Informatik umgewandelt. 2012/13 eröffnete eine Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik für Berufstätige in Abendform inkl. Kolleg. Mit dem Schuljahr 2015/16 wurden alle vier Abteilungen auf semestrierte Lehrpläne umgestellt. Hofrätin Mag. Ilse Fiala-Thier trat mit 31. Dezember 2015 in den Ruhestand.

Ihre Nachfolge trat mit 1. Jänner 2016 interimistisch Dipl.-Ing. Dr. Wilfried Lercher MA an. Zum Haupttermin 2016 wurde erstmals an der HTL Pinkafeld eine standardisierte Reife- und Diplomprüfung durchgeführt. Mit dem Schuljahr traten für die beiden Fachschulen Bautechnik und Gebäudetechnik neue Lehrpläne in Kraft.